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Mathecamp 2016

Wie man einen Mord aufklärt und Flächen die Welt der Körper entdecken.

Vom 11. bis 13. Februar fand wieder das alljährliche Mathecamp der KSL statt. Traditionell ging es wie immer in das Haus Holon in Tegel. Dieses Jahr war es gar nicht mal so kalt. Keine zugefrorene Havel, kein Schnee. Wirklich sommerlich war es aber auch nicht. Eher durchschnittliches Wetter also. Ganz im Gegensatz zum Camp selber: Wie immer waren es 2 ½ schön gestaltete Mathetage.

Nachdem am Donnerstag Nachmittag alle ihr Zimmer bezogen hatten, wurden wieder Namensbuttons gebastelt. Nach dem leckeren Abendessen (selbstgemachter Döner) folgte dann der bunte Abend, an dem die Schüler in altersgemischten Gruppen zusammenarbeiten durften. Auch für dieses Jahr hatte sich Frau Tisch wieder ein schönes Thema ausgesucht und Materialien zusammengestellt. Diesmal ging es um Sliceform-Körper: Dabei handelt es sich um Körper (3D) die aus Flächen (2D) zusammengesteckt werden. Viele der Körper kann man durch die Art des Aufbaus auch nach dem Zusammenstecken noch in eine flache Ebene zusammenfalten. Im Laufe des Abends entstanden so einige Kunstwerke, die jetzt in der Schule bewundert werden können. Zum Abschluss durften die Teilnehmer noch mit dem Computerprogramm Surfer herumexperimentieren – damit lassen sich sehr einfach Körper aus Gleichungen ableiten und darstellen. So kann man sich beispielsweise die Parabel y = x² in 3D ansehen und mit Parametern und weiteren Gleichungen experimentieren.

Nachdem die jüngeren Schüler gut versorgt und voller mathematischer Ideen in ihren Betten lagen, ließen die Älteren den Abend noch bei einigen Runden Werwolf, Skat und Schach ausklingen. Irgendwann hieß es dann aber auch für die Großen: „Ab ins Bett!“, schließlich ging es am nächsten Tag schon früh wieder los.

Der Freitag war dann vor allem ein Workshop-Tag. In altershomogenen Gruppen besuchten die Teilnehmer mehrere Mathe-Workshops zu verschiedenen Themen. Geleitet und vorbereitet wurden die Workshops sowohl von Lehrern, als auch von Schülern und Ehemaligen. So gab es zum Beispiel Workshops zu Themen wie „Mathe falten“, „Hilberts Hotel“, „Rechnen wie ein Computer“ oder auch „Eckige Seifenblasen!“.

Ab ca. 16:00 Uhr wurde dann der Film „Flatland“ gezeigt – passend zum Thema geht es darum, wie eine 2D Fläche die 3D Welt der Körper für sich entdeckt. Den Film hatte ein früherer Kurs von Frau Tisch mal beim Mathekalender gewonnen. Danach gab es auch schon Abendessen.

Nach dem Abendessen waren plötzlich Schreie zu hören. Eine Leiche! Unser Alfred lag tot im Gemeinschaftsraum. Vor ihm ein Zettel mit mathematischen Formeln – kurz vor seinem Tod hatte er noch durch Null zu teilen versucht. Könnte das der Grund für den Mord gewesen sein? In kleinen Gruppen hieß es nun: Zeugen befragen und Rätsel lösen, um den Mörder dingfest zu machen. War es der Gärtner? Der erbarmungslose Fitness-Trainer? Oder der gemeine Postbote? Die Zeugen waren über das ganze Haus verteilt und gaben den Gruppen jeweils Hinweise und Fingerabdrücke. Am Ende ging es dann darum, ein Logikrätsel zu lösen und so den Täter zu entlarven. Es war… die Photographin, die von Herrn Lach persönlich verhaftet und abgeführt wurde.

Am Samstag gab es nach dem Frühstück nochmals einen Workshop; nach dem Mittagessen war das Mathecamp dann auch schon vorbei und es ging wieder nach Hause. Wie immer hat das Mathecamp allen Teilnehmern sehr viel Spaß und Freude bereitet. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr!

Vielen Dank an die betreuenden Lehrer Frau Tisch, Frau Bruncks, Herrn Lach und Herrn Adena, die vielen Ehemaligen, sowie insbesondere an Marta, Clemens, Leo, Sascha, Katharina, Johannes, Sarah, Enja und Johanna für die Durchführung von Workshops!

Christian Flach

Bilder vom Mathecamp


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