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Besuch von Flüchtlingen aus der Malteser-Unterkunft in Konradshöhe

Am 13. Januar 2016 verbrachte der PW-Leistungskurs aus dem 2. Semester mit 18 Flüchtlingen gemeinsam einen halben Tag. Die 18 Jungen waren zwischen 15 und 18 Jahre alt, also genau in unserem Alter. Um 12:30 Uhr kam die Gruppe in die Schule und wir aßen gemeinsam Kuchen, erzählten und lachten viel.
Wir teilten uns in Tischgruppen auf. Einige unserer Gäste konnten ein bisschen Englisch und ein bisschen Deutsch. Zum Teil war es allerdings nicht ganz einfach, sich zu verständigen, aber letztendlich klappte es irgendwie. Es war sehr interessant zu hören, was die Jugendlichen über ihr Leben und ihre Reise berichteten.

Klejton erzählte, dass er ganz alleine aus Albanien geflüchtet sei, weil seine Eltern ihm ein besseres Leben ermöglichen wollten, denn es war zu gefährlich, um „auf die Straße zu gehen“. Seine Eltern seien in Albanien geblieben und er wolle sich jetzt hier ein neues Leben aufbauen. Er war total begeistert von Deutschland und meinte, dass es ihm hier sehr gut gefalle und alle so nett miteinander umgehen und er deswegen dieses Land nicht mehr verlassen möchte. Ein anderer Junge erzählte, dass er mit 12 Jahren aus Bangladesch geflüchtet sei, ganze sechs Jahre auf der Flucht war und dann endlich mit 18 Jahren in Deutschland ankam.

Mehr als die Hälfte unserer Besucher kamen aus Syrien. Mehrere Jungen erzählten, dass ihr Zuhause zerstört worden sei, ihre Eltern und Geschwister Tod seien und sie keinen Sinn mehr darin gesehen hätten, in einem Land zu leben, in dem Krieg herrscht. Einer von ihnen zeigte uns sogar ein Foto von seinem Haus vor einem Bombenanschlag und danach. Wo vorher das Haus stand, war nun nur noch ein Haufen Steine.

Diese ganzen schrecklichen Geschichten aus erster Hand zu hören, war unheimlich schockierend und traurig. Wir können uns gar nicht vorstellen, wie es ist, sein Zuhause zu verlieren und ohne Eltern aus einem Bürgerkriegsland zu flüchten. Wir können uns gar nicht vorstellen, wie es ist, die Eltern und Geschwister zu verlieren und nur noch ganz alleine zu sein. Wir dachten alle noch lange über die Erzählungen nach, denn sie berührten uns sehr.

Schließlich erzählte uns einer von den Jungen, dass er gerne rappt und wir baten ihn, uns etwas vorzurappen, was er dann auch zu unserer Begeisterung tat. Wir feuerten ihn an, klatschten und lachten viel. Nach unseren Erlebnissen in der Schule machten wir uns auf dem Weg zum Bowling-Center. Wir mischten die Gruppen durch, verteilten uns auf den Bahnen und hatten sehr viel Spaß.

Zusammenfassend können alle Schüler des Leistungskurs-PW sagen, dass es ein gelungener und interessanter Tag war und wir eine gemeinsame Aktion gerne wiederholen möchten, denn wir haben uns mit allen sehr gut verstanden.

Von Laura Klein (LK-PW) 


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