Schüler der Katholischen Schule Liebfrauen siegen
gleich doppelt in bundesweitem Wettbewerb


Bilderquelle: www.jugendundwirtschaft.de (beide Aufnahmen)

Am 11. September wurde Christian Flach, Schüler der 12. Jahrgangsstufe der Katholischen Schule Liebfrauen, mit einem von drei Schülerpreisen des Projektes „Jugend und Wirtschaft“ ausgezeichnet. Er erhielt ein iPad als Anerkennung für die Artikel, die er im vergangenen Schuljahr für die Seite „Jugend und Wirtschaft“ in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung verfasst hat.

Gleichzeitig erhielt die Schule einen Schulpreis in Höhe von 5000 Euro für das besondere Engagement des Kurses im zurückliegenden Projektjahr.

„Jugend und Wirtschaft“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bundesverbands deutscher Banken und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. An dem Wettbewerb beteiligten sich 60 Schulen aus allen Bundesländern mit insgesamt ca. 1300 Schülerinnen und Schülern. Ein Schuljahr lang recherchierten die Schüler zu Wirtschaftsthemen, führten Interviews und verfassten dann Artikelentwürfe für die monatlich erscheinende „Jugend und Wirtschaft“-Seite in der F.A.Z.

Die Teilnahme an dem Projekt erfolgte innerhalb eines freiwilligen Zusatzkurses Deutsch unter der Leitung von Susanne Gerstmeyer. Die Schüler verfassten beispielsweise Artikel über Supermärkte für Veganer, die Berliner Schuhpflegemittelfirma Collonil, die Spandauer Speiseeismanufaktur Florida-Eis, einen Schönheitssalon für Kinder in München und einen Miniaturbuchladen im Nicolaiviertel. Nachzulesen sind die bereits veröffentlichten Artikel auf der aktuellen Seite und im Archiv der Seite www.JugendundWirtschaft.de.

Die Schule beteiligte sich zum vierten Mal an dem Projekt. Bereits bei der ersten Teilnahme im Schuljahr 2006/07 war ein Kurs erfolgreich. Damals sicherte sich Johannes Kube einen Schülerpreis und der gesamte Kurs wurde mit einem mit 5000 Euro dotierten Schulpreis ausgezeichnet. Im Jahr 2009 erhielt Theresa Fernandes einen Einzelpreis.

Die diesjährige Preisverleihung fand in Berlin-Mitte im Haus der F.A.Z. statt. Die Festrede hielt der Präsident des Bankenverbandes und Co-Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank Jürgen Fitschen. Die Sicht der Schüler vermittelte der Preisträger der Liebfrauenschule Christian Flach.


Download ausgewählter Seiten der F.A.Z. mit Artikeln unserer Schüler

 
F.A.Z. Seite 12 vom 7. Februar 2013
F.A.Z. Seite 12 vom 4. April 2013
F.A.Z. Seite 15 vom 21. Juni 2013
F.A.Z. Seite 12 vom 4. Juli 2013
F.A.Z. Seite 10 vom 12. September 2013
F.A.Z. Seite 12 vom 7. November 2013
F.A.Z. Seite 12 vom 5. Dezember 2013

Bildergalerie der Preisverleihung


Rede von Christian Flach anlässlich der Preisverleihung

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Projektteilnehmer,

„Ich wollte schon immer mal einen Artikel für die Schülerzeitung schreiben.“ Das war meine Antwort auf die Frage, wieso ich mich für den „Jugend und Wirtschaft“-Kurs an meiner Schule eingetragen habe. Meine Lehrerin, Frau Gerstmeyer, guckte mich daraufhin etwas schräg an. „Das Niveau ist hier aber etwas höher als bei der Schülerzeitung“, meinte sie.

Die nächsten Wochen gab es für uns dann nur eine Hausaufgabe: Findet ein Thema, das unter wirtschaftlichen Aspekten interessant ist, noch nicht in der F.A.Z. aufgegriffen wurde, auch überregionale Bedeutung hat und zudem etwas ganz Besonderes aufweist, den Zaubertrank – Eigentlich ganz einfach, oder?

Ich muss zugeben, ich stand etwas unter Druck, mir fehlte die Kreativität bei der Themenfindung. Ich bin eher der mathematisch-naturwissenschaftlich ausgerichtete Typ. Schließlich fand ich doch noch ein Thema: Die „Florida Eismanufaktur". Aber natürlich hatte das noch nichts zu bedeuten, schließlich musste das Thema noch durch die allseits gefürchtete Horstschäfer-Kontrolle. Es gelang mir erst im zweiten Anlauf, Herrn Dr. Horstschäfer von meinem Thema zu überzeugen. Hier musste ich das erste Mal Hartnäckigkeit beweisen – übrigens eine Grundvoraussetzung für das Projekt. Fehlt einem diese Eigenschaft, so hat man keine Chance… das werden meine Mitstreiter bestätigen. Also kontaktierte ich Florida-Eis, erst per E-Mail – ich erhielt keine Antwort – dann per Telefon – man werde meinen Anruf weiterleiten. Passiert ist lange Zeit nichts. Das war natürlich erst einmal recht enttäuschend für mich und hat meine Motivation nicht gerade angekurbelt. Ähnlich erging es aber auch vielen anderen aus meinem Kurs, und Frau Gerstmeyer versuchte uns immer wieder zu ermutigen, dranzubleiben und nicht aufzugeben.

Mittlerweile war es aber auch schon kurz vor Weihnachten, das Halbjahr neigte sich gefährlich dem Ende entgegen, die Noten mussten her, und ich hatte noch keinen Artikel. Eine Fünf auf meinem Zeugnis wäre nicht so schön gewesen. Aber Florida-Eis schien keine Option mehr. Hier kam mir zugute, in Berlin zu wohnen. In der Lokalpresse hatte ich gelesen, dass die Schuhpflegefirma Collonil in Berlin produziert – zwar von mir aus gesehen am anderen Ende von Berlin, aber gut, was tut man nicht alles. Ich bekam direkt am 2. Januar einen Interviewtermin. Vorher machte ich mir natürlich ordentlich Gedanken: Ich ging davon aus, man würde 10 Minuten meine Fragen beantworten und mich danach nett rauswerfen – so nach dem Motto, was ist denn das für ein Pseudo-Journalist. Es kam anders. Man rollte mir quasi den roten Teppich aus: Zuerst erhielt ich eine komplette einstündige Führung durch die Produktion, danach noch ein einstündiges Interview mit dem Firmenchef, dem Chefentwickler und der am selbigen Tag neu eingestellten neuen Pressesprecherin, die ebenfalls ihr erstes Interview hatte und ähnlich aufgeregt war wie ich. Vielleicht war es diesem Umstand zu verdanken, dass ich alle erwünschten ZDF, also Zahlen, Daten und Fakten, sogar die so heiß begehrten und unverzichtbaren Umsatzzahlen erfuhr. Ohne die nämlich – so hatten wir gelernt – würde kein Artikelentwurf in der F.A.Z. veröffentlicht. Am Ende erhielt ich noch eine Tüte mit Werbeartikeln, über die sich vor allem meine Mutter sehr gefreut hat. Die nächsten Tage war ich dann damit beschäftigt, meinen Artikel zu verfassen. Die Mitschüler waren im Weihnachtsurlaub, und ich saß an einer Art Hausaufgabe. Wieso hatte ich diesen Kurs nur gewählt? Bald darauf wusste ich es. Zunächst gab es eine gute Note.

Total unerwartet erschien dann im Februar mein Collonil-Artikel. Allerdings erfuhr ich erst nur per Telefon davon, denn ich verbrachte die Winterferien bei meiner Oma in einem winzigen Dorf auf dem Land bei Aachen. Im Nachbardorf gab es aber zum Glück einen Kiosk, der die F.A.Z. im Angebot hatte – eine Seltenheit in dieser Gegend.

Es war ein schönes Gefühl, den eigenen Artikel in einer millionenfach gelesenen Zeitung zu sehen. Natürlich gab mir das nebenbei auch einen großen Motivationsschub. Ich hatte das Gefühl, dass sich die viele Arbeit gelohnt hatte. Allerdings wurde mir auch bewusst, wie viel Glück ich bei Collonil hatte. Viele aus meinem Kurs erhielten weniger ausführliche Interviews und hatten um die Umsatzzahlen zu kämpfen. Frau Gerstmeyer ließ aber nicht locker und versuchte uns alle immer wieder zum Nachhaken zu bewegen. Nicht zuletzt trug auch Dr. Horstschäfer seinen Teil dazu bei: Tatsächlich schien es uns oft so, als wäre Herr Horstschäfer unser persönlicher Berater. Kaum waren Artikelentwürfe und Themenvorschläge eingesendet, kam schon eine umfassende Antwort, oft noch am selben Tag. Nicht jedes Thema kam durch die Horstschäfer-Themenkontrolle. Jeder von uns hofft auf ein „Super, Spitze, ich bin überzeugt, fangen Sie gleich an!“ — Herzlichen Dank, Herr Dr. Horstschäfer, für all Ihre Mühen sowie die vielen Fragen und humorvollen Kommentare. Ihr Arbeitspensum erschien uns zum Teil fast schon übermenschlich.

In den nächsten Monaten wurden – zuerst in der Kleinen Zeitung, später auch in der großen F.A.Z. – weitere Artikel unseres Kurses veröffentlicht. Lotte, die über einen Beautysalon für Kinder in München schrieb, wurden ihre eingeschickten Fragen zunächst einfach nicht beantwortet. Erst nach viermaligem Anrufen gab es dann endlich die erwünschten Fakten — kurze Zeit später wurde ihr Artikel veröffentlicht.

Myriam, die über vegane Supermärkte schrieb und im Laden Kunden befragte, wurde nach dem 6. Kundeninterview sehr schräg vom Firmenchef angeguckt. Als sie dann von zu Hause noch ein paar Fragen per E-Mail schickte, erhielt sie keine Antwort mehr. Trotzdem schaffte sie es, ihren Artikel zu veröffentlichen, teilte dies dem Firmenchef mit — und prompt interessierte dieser sich wieder für Myriam, wenige Minuten später gab es eine Glückwunsch-Antwort.

Im zweiten Halbjahr konzentrierten wir uns neben den Artikeln auch auf aktuelle Wirtschaftsthemen. Wie man Artikel schreibt, war uns nun hinlänglich bekannt, recherchiert wurde in der Freizeit. Nun stand oft die Zeitungslektüre im Mittelpunkt des Unterrichts. Wir hatten das zweifelhafte „Glück“, dass sich viel in der Wirtschaft tat: Wir redeten über Griechenland, Zypern, den Leitzins und dessen Auswirkungen auf Börse und Goldpreis, aber auch über Facebook-Aktien und Ehegattensplitting. Nebenbei begann ich an meinem zweiten Artikel über einen von weltweit zwei Miniaturbuchläden zu schreiben. Mangels Rückmeldung lag nämlich mein Florida-Thema immer noch auf Eis.

Zu dieser Zeit unternahmen wir auch eine Kursfahrt nach Frankfurt zur F.A.Z. inklusive achtstündiger Regionalbahnfahrt von Berlin. In Frankfurt besuchten wir u.a. die Bundesbank, das Goethe-Haus und natürlich auch die F.A.Z-Redaktion. Dadurch dass Sie, Frau Becker, mit uns nochmal jeden einzelnen Artikel unter die Lupe genommen haben, konnten Sie unsere nachlassende Motivation wieder auffrischen. An dieser Stelle möchte ich mich im Namen aller Teilnehmer bei Ihnen für Ihre konstruktive und positive Rückmeldung bedanken. Den anschließenden Besuch in der Druckerei kann man gut mit zwei Worten beschreiben: groß und laut. Wir hatten das Glück, zusehen zu können, wie der Druck der F.A.Z. vom nächsten Tag anlief. Es war ein komisches Gefühl zu wissen, dass die eigenen Wörter schon einmal hunderttausendfach über die enormen Walzen gelaufen waren.

Wieder in Berlin, versuchte ich ein weiteres Mal zu Florida-Eis Kontakt aufzunehmen. Meine E-Mail war schon nicht mehr ganz so freundlich-zurückhaltend wie die vorigen. Und siehe da: Wenige Minuten später erhielt ich eine Antwort des Firmenchefs und hatte einen Interviewtermin in der Tasche. — Hier möchte ich meiner Lehrerin Frau Gerstmeyer im Namen des Kurses für ihre ständige Motivationsarbeit und Hilfestellung danken. Ohne Sie hätte ich sicher lange aufgegeben und würde heute nicht hier stehen.

Außerdem möchte ich Ihnen raten, meine Damen und Herren, schreiben Sie Artikel über Eis! Ich zumindest bekam mehrere Kilo-Packungen geschenkt, was mich weitaus mehr erfreute als die Schuhcreme. Mit der Veröffentlichung des Eis-Artikels kam dann auch der Sommer.

Dann war das Schuljahr schon zu Ende, die Ferien begannen und mit ihnen die Ungewissheit, ob man vielleicht zu den Gewinnern gehören könnte. Wie schon zu der Zeit, als mein erster Artikel veröffentlicht wurde, war ich nicht zu Hause, sondern bei meiner anderen Oma im Sauerland, als der Brief mit der frohen Botschaft ankam. Meine Mutter war zum Glück zu Hause geblieben und konnte mir den Brief übers Telefon vorlesen. Außerdem freute ich mich natürlich zusammen mit meinen Mitstreitern über den Gewinn unseres Kurses.

Und nun stehe ich hier als Preisträger und halte eine Rede. Erwartet hätte ich das nicht. Deshalb möchte ich dem Bundesverband deutscher Banken, stellvertretend dessen Direktorin und zuständigen Projektleiterin Frau Papke, danken. Ich finde es großartig, dass Sie zusammen mit der F.A.Z. dieses schöne Projekt möglich machen. Durch die Zeitungslektüre haben wir viel über Wirtschaft gelernt. Durch das Artikelschreiben haben wir gelernt, unsere Schüchternheit zu überwinden, hartnäckig zu sein und auch die letzten Umsatzzahlen aus unseren Interviewpartnern herauszukitzeln. Zudem hatten wir die Möglichkeit, ein wenig Journalistenluft zu schnuppern. Nicht zuletzt lernen wir durch diese Veranstaltung hier, uns auf großer Bühne zu bewegen und uns halbwegs gut zu benehmen. Ich bin froh, diesen Kurs gewählt zu haben.

Zurückblickend muss ich Frau Gerstmeyer Recht geben. Das war wirklich ein klein wenig anspruchsvoller als einen Artikel für die Schülerzeitung zu schreiben.

Vielen Dank.


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