Mathematik-Projekte

Mathe- Camp

Seit fünf Jahren machen sich, meist im Februar, ca. 50 mathematisch interessierte Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen zusammen mit Lehrern und ehemaligen Schülern auf den Weg, um im Haus Holon, einem Selbstversorger Haus in Tegel, ein spannendes und abwechslungsreiches Mathe-Wochenende zu verbringen. Vielfältige Workshops in altershomogenen und altersheterogenen Gruppen werden durch Schüler, Studenten und Lehrern angeboten und erlauben einen Einblick in die mathematische Welt jenseits des regulären Schulstoffes (mehr im Schülerbericht: Ansteckende Krankheit an der KSL). Ein Höhepunkt eines jeden Mathe- Camps ist die Mathe- Ralley, die vor allem für die jüngeren Schüler ein ganz besonderes Erlebnis ist. Zudem bieten das gemeinsame Kochen, die gemütlichen Spieleabende und insbesondere die Altersdurchmischung ausreichend Gelegenheiten sich klassen- und jahrgangsübergreifend kennenzulernen, so dass ein ganz besonderes  Gruppengefühl entsteht. Aufgrund der großen Nachfrage müssen die Teilnehmer Bewerbungen anfertigen.


Roboterprojekt

 Die TU – Berlin bietet seit Jahren Schülerinnen und Schülern kostenlos die Möglichkeit, in die Welt der Robotik hinein zu schnuppern. Wir nutzen dies jedes Jahr und gehen entweder  für einen Tag oder  innerhalb der Projektwoche kurz vor den Sommerferien für 5  Tage mit Schülern der Klassen 5 - 9 im Klassenverband oder jahrgangsübergreifend mit Schülern verschiedener Klassen an die TU. Dort erhalten die Schüler  zuerst eine kurze theoretische Einführung in Robotik, bevor selbst Hand angelegt wird. LEGO Roboter müssen gebaut und mit Hilfe von Computern kurze Programme erstellt werden, so dass die Roboter viele kleine Aufgaben lösen können. Die Programmierung bietet einen ersten Einblick ins algorithmische Denken und wer gefallen an der Programmierung gefunden hat, kann dies in Form einer AG an der TU vertiefen. Einige Schüler unserer Schule haben bereits tolle Preise bei der Lego League gewonnen.


Stadt - Land - Mathe: Ein mathematischer Schüleraustausch

Die Idee, eine offizielle mathematische Schulpartnerschaft zwischen dem Mons-Tabor-Gymnasiums in Montabaur und der KSL ins Leben zu rufen, entstand, als anlässlich der Siegerehrung zum Mathekalender einige Schüler aus dem Westerwald und Frau Löhr, die begleitende Lehrerin, bei Familien unserer Schule in Berlin Quartier gefunden hatten. Im darauffolgenden Jahr reiste die erste Gruppe mit 9 Schülern aus dem Westerwald zu uns nach Berlin zu ihren Gastfamilien und zusammen mit den Berliner Schülern erlebten sie vier schöne Tage hier in der Hauptstadt, vollgefüllt mit einem bunten mathematischen Programm: Eine Stadtrallye, Workshops, eine mathematische Stadtführung und die Teilnahme am Tag der Mathematik standen auf dem Programm.   Für den Rückaustausch nach Montabaur wurde die Reisegruppe bereits auf 13 Leute aufgestockt, sodass immer einige "alte" und einige "neue" Austauschpartner in der Gruppe sind. Zielgruppe für diese Fahrt sind besonders motivierte Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 9. Es ist ein ausführliches Motivationsschreiben und eine Empfehlung der Mathematiklehrkraft erfolderlich.


Ansteckende Krankheit an der KSL !

34 Schüler und 2 Lehrer wurden von den höchst ansteckenden Mathus-Matikus-Viren befallen.

Vor 3 Jahren wurde die Krankheit erstmals entdeckt.

Ihre Symptome sind: eine allergische Reaktion auf liniertes Papier, eine pathologische Freude an der Mathematik, eine gewisse Abhängigkeit vom Taschenrechner und das quälende Gefühl, dass der Mathe-Unterricht nicht genug sei.

Bisher wurde noch keine erfolgversprechende Therapie zur Heilung der Erkrankten entwickelt, sodass die Infektion mit Mathus-Matikus-Viren noch immer als unheilbar gilt.

Als sie zum ersten Mal auftrat, wurde zur Linderung der Qualen der ersten neun Betroffenen die Mathe-AG gegründet.

Doch inzwischen infizierten sich noch zahlreiche weitere Schüler unterschiedlichster Klassenstufen, was darauf schließen lässt, dass es sich bei den Mathus-Matikus-Viren um eine unaufhaltsame Epidemie handelt.

Die Erkrankten steigerten sich gemeinsam immer weiter in ihren Mathe-Wahn hinein, sodass Ende Februar 2009 auch die Mathe-AG nicht mehr ausreichte, um ihrer Mathefreude genügend Raum zu bieten. So wurde beschlossen, die Betroffenen für ein Wochenende zusammen in ein Heim zu schicken und dort mit Mathe-Aufgaben zu versorgen.

Frau Tisch und Herr Lach, die zu diesem Zeitpunkt selbst schon zu den Patienten zu zählen waren, organisierten ein Mathecamp für die 34 Infizierten der 7.-14. ( auch eine Ehemalige kam mit) Klasse  im Zeitraum vom 20. – 22.2.09 im Albertusheim in Berlin- Friedrichshagen.

Am Freitag nach der sechsten Stunde ( für gesunde Menschen wäre die Befreiung vom Unterricht wohl der einzige Grund dafür gewesen, sich ein Wochenende voller Mathematik anzutun, doch die 34 Erkrankten wären auch so mitgekommen) ging es los.

Wir ( auch ich hatte mich (sogar besonders stark) infiziert und gehörte zu den Campteilnehmern ) fuhren mit der BVG zu unserem Bestimmungsort, das heißt zu der unserem Bestimmungsort nächsten Haltestelle, von wo aus wir noch ca. 25 min zu dem besagten Ort laufen mussten.

Endlich angekommen, packten wir unsere Sachen aus und stärkten uns anschließend mit großen Mengen unseres mitgebrachten Kuchens.

Am Abend fand dann ( endlich !!! ) die erste mathematische Einheit statt. Bei dieser wurden wir in altersgemischte Gruppen eingeteilt, in denen wir uns besser kennen lernen und mathematische Knobelaufgaben ( juchuh ! ) lösen sollten. Wie zu erwarten gewesen war, machte es uns Erkrankten riesigen Spaß und erlöste uns von unserem Matheentzug der vergangenen Wochen, in denen wir außer dem regulären Unterricht keine mathematischen Herausforderungen zu bewältigen hatten.

Anschließend verbrachten wir den restlichen Abend damit, gemeinsam Tischtennis oder andere Gesellschaftsspiele zu spielen.

Am nächsten Morgen wurde erst unser Hunger auf Lebensmittel mit einem von dem  aus unseren Reihen stammenden Küchenteam (da wir uns in einem Selbstversorgerhaus befanden, brauchten wir so etwas und die haben das toll gemacht! ) gezauberten Frühstück und dann unser über Nacht wieder neu entstandener Hunger auf Mathematik mit zwei weiteren Einheiten gestillt.

Dieses Mal wurden wir nach dem Alter aufgeteilt und hörten uns je nach dem entweder von Frau Tisch, Herrn Lach oder einem der älteren Schüler Vorträge über verschiedene  Themen der Mathematik, die im Unterricht so nicht behandelt werden, an.

Auch die am Nachmittag und am nächsten Tag folgenden Einheiten waren ähnlich aufgebaut und erfüllten uns Infizierte mit dem schönen Gefühl, sich endlich einmal genügend mit der Mathematik auseinandergesetzt zu haben.

Am Samstag spielten wir außerhalb unserer begeisterten Beschäftigung mit Zahlen, Formeln und geometrischen Figuren wieder Tischtennis, veranstalteten einen Schlag-den-Lach-Wettbewerb mit Spaghettifechten und schauten einen mehr oder weniger mathematischen Film, während wir am Sonntag, nachdem wir freudig die unterschiedlichsten Mathe-Aufgaben gelöst hatten, das Haus putzen, wieder packen und uns schließlich auf den Heimweg machen mussten.

Alles in allem hat dieser Versuch, den am Mathus-Matikus-Virus erkrankten Schülern und Lehrern ihre Beschwerden durch erhöhte Mathematikzufuhr zu lindern, ergeben, dass das Virus auch als Bereicherung gesehen werden kann, da alle Infizierten während des Camps überdurchschnittlich viel Freude empfanden, eine Freude, die ohne den durch das Mathus-Matikus-Virus erhöhten Spaß an der Mathematik nicht existiert hätte.

Also steckt euch an und macht Mathe!!!

Sarah Roth

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