Matheolympiade in Berlin

Preisträger von der KSL

 

Matija Blagojevic aus der 8a und Johannes Jung aus der 9a haben bei der diesjährigen Matheolympiade in Berlin einen ersten und zweiten Preis erreicht!

Herzlichen Glückwunsch!

Die beiden werden zwei von zwölf sein, die Berlin bei der deutschlandweiten Matheolympiade im Mai in Bremerhaven vertreten werden, also: Daumen drücken!!

Mathecamp 2017

 
Rechnen ohne Strom, verrückte Würfel und Hilberts Hotel. Das sind nur drei der spannenden Themen, um die es beim diesjährigen Mathecamp der KSL ging.
 
Stellen Sie sich vor, eine Freundin von Ihnen, Mathematikprofessorin, legt Ihnen drei bunte, sechsseitige Würfel vor. Sie gibt Ihnen die Wahl: „Wählen Sie einen Würfel aus. Danach wähle ich einen anderen Würfel. Dann würfeln wir beide jeweils ein Mal – wer die höhere Augenzahl hat, gewinnt.“
Sie sehen sich die Würfel unter den interessiert blickenden Augen Ihrer Freundin einmal genauer an. Schnell wird deutlich, dass es sich hierbei keineswegs um „normale“ Würfel handelt. Für welche Farbe entscheiden Sie sich? Für welche Farbe wird sich Ihre Freundin entscheiden?
 
wuerfel
 
Das traditionsreiche Mathecamp der KSL fand in diesem Jahr zum neunten Mal statt. Wie immer in Alt-Tegel, wie immer im Haus Holon.
 
Etwa 50 Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen, vier Lehrerinnen und Lehrer, sowie eine Hand voll ehemaliger KSL’er bilden eine bunte Truppe, die sich zum Quatschen, Basteln und Mathe erleben zusammengefunden hat.
 
Hauptthema beim bunten Abend in diesem Jahr: Tensegrity. Dabei handelt es sich um stabile, aber flexible Konstrukte aus sich nicht berührenden Stäben, die nur von Gummis zusammengehalten werden. Wenn man Kraft auf den Körper auswirkt, verformt er sich kurzzeitig, bildet aber sogleich wieder den Ursprungskörper.
Man könnte auch den menschlichen Körper als ein Tensegrity Kunstwerk betrachten: Die Wirbelsäule und Knochen bilden unser Grundgerüst, berühren sich untereinander aber nicht und werden nur von Muskeln zusammengehalten. Über den Abend entstanden so in altersgemischten Gruppen verschiedene faszinierende Konstrukte aus der Welt des Tensegrity, unter anderem Prismen und Dodekaeder.
 
Am nächsten Tag nach dem Frühstück begannen die Workshops. In diesem Jahr konnten auf Grund der großen Bereitschaft vieler Ehemaliger (oder war es die Überredungskunst von Frau Tisch?) so viele Workshops wie noch nie angeboten werden: Jeweils sechs Workshops liefen parallel, darunter Klassiker wie „Ist doch logisch!“ mit Herrn Adena aber auch Newcomer wie „Rechnen ohne Strom“ mit Katharina Kasper. Die Pausen zwischen den drei Workshops des Tages ließen sich gut nutzen, um zu kickern, Kuchen zu essen oder kleine Matheknobeleien auszutauschen.
 
Wenn sich alle Oberstufenschüler und Betreuer ins Betreuerzimmer zurückziehen, kann das nur eines heißen: Es ist Freitagnachmittag und die Ralley startet gleich. In diesem Jahr standen die Götter der griechischen Mythologie im Zentrum: Hera (Frau Tisch) und Zeus (Herr Lach) stritten sich in göttlicher Tracht vor den Augen der Mathecamp-Teilnehmer darüber, dass Hera mal wieder einfach so Kram im Internet bestellt hat. In diesem Fall einen Kühlschrank mit Zahlenschloss. Ein Jammer, dass erst einige Rätsel gelöst werden müssen, um den Code zu knacken. Aber dafür haben Hera und Zeus ja die 50 Teilnehmer, wie praktisch! In den nächsten Stunden galt es also, verschiedene Stationen abzulaufen und jeweils kleine Rätsel zu lösen, um dem Code für den Kühlschrank näher zu kommen. Einige Stationen und Rätsel später, versammelt sich die ganze Mannschaft wieder im Aufenthaltsraum. Gemeinsam wird der Code geknackt und es gibt – natürlich – Götterspeise für jeden.
 
Am Samstag, dem letzten Tag, findet zwischen Frühstück und Mittagessen nur noch ein Workshop statt und dann ist das Mathecamp 2017 auch schon wieder zu ende. Zurückblicken können die Schülerinnen und Schüler sicher wieder auf interessante mathematische Phänomene, ein heiteres Miteinander und drei schöne Tage.
 
Um zu den Würfeln vom Beginn zurückzukommen: Haben Sie sich für einen Würfel entschieden? Vielleicht der rote, wegen der unschlagbaren 9? Oder der grüne, der mit seinen Fünfen die Vieren und Zweien der anderen zwei Würfel schlägt?
 
Genau genommen können Sie im Durchschnitt mit keinem der drei Würfel gewinnen. Egal welchen sie wählen, Ihre Freundin, die Mathematikprofessorin, wird immer einen Würfel wählen, der den Ihrigen im Durchschnitt schlagen wird. Es gibt keinen „besten“ Würfel: Rot schlägt Blau, Blau schlägt Grün und Grün schlägt Rot. Der englische Mathematiker James Grime hat sie entwickelt und „Grime Dice“ getauft.
Zum Würfelset gehören noch zwei weitere Würfel und es ergeben sich noch andere, verblüffende Eigenschaften, wenn man die Würfelanzahl verdoppelt. Wer mehr wissen will, liest einfach unter http://singingbanana.com/dice/article.htm weiter oder kommt nächstes Jahr mit zum Mathecamp!
 
Christian Flach, Ehemaliger
 

Aufnahmen vom Mathecamp 2017

 

Oskarverleihung an der KSL

In den letzten Wochen hat der Mathematikwahlpflichtkurs der Klasse 9 mathematische Lehrfilme erstellt.

Unterschiedliche mathematische Themen wie beispielsweise das Pascalsche Dreieck, das Heron- Verfahren oder das Ziegenproblem wurden von den Schülern filmisch aufbereitet und zu einem Kurzfilm zusammengeschnitten.

Letzte Woche wurden die besten Filme im Rahmen einer Oskar- Verleihung prämiert.

Der Kurzfilm der Preisträger über das "Ziegenproblem":


 

Frankreich ist Weltmeister!

Siegerehrung der 22. Fürther Mathematik-Olympiade an der KSL

40 Kinder, 8 Mannschaften und ganz viel Fußball – am 13. Juni wurden die Preisträger der Fürther Mathematik-Olympiade (kurz FüMO) in der Villa der katholischen Schule Liebfrauen ausgezeichnet. Die Siegerehrung stand ganz im Zeichen der Fußball WM, denn die Preise gab es nicht einfach so. Zuvor mussten die Teilnehmer noch zeigen, ob sie wirklich fit für die Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien sind. In drei spannenden Runden spielten die Kinder in kleinen Mannschaften gegen- aber natürlich auch miteinander. Dabei kam es auch zu außergewöhnlichen Ergebnissen und Begegnungen: So gewann Brasilien knapp und erst im Elfmeterschießen das Spiel gegen Japan. Allerdings kam es hier weniger auf Muskeln und Geschick mit dem Ball an: In der ersten Runde (Viertelfinale) galt es, möglichst viele schöne Papierfußbälle zu basteln. Bei den vielen Fünf- und Sechsecken konnte man leicht durcheinander kommen!

Im Halbfinale lösten die Teilnehmer Fudokus – im Gegensatz zu Sudokus muss man hier statt Zahlen Fußbälle platzieren. Richtig gelöste Fudokus brachten den Ball einen Schritt näher in Richtung des gegnerischen Tors.

Bei Unentschieden gab es ein richtiges Elfmeterschießen (na gut, vielleicht nicht ganz, statt Bällen mit Würfeln, statt Toren mit Glückszahlen). Aber genau wie beim großen Vorbild gab es auch hier einige spannende Elfmeterkrimis. Im Finale waren dann die Fußball-Cracks gefragt. In zehn Fragen mussten die Teams zeigen, wie gut sie sich mit der WM auskennen. Wissen Sie zum Beispiel, wie viele Spiele der Weltmeister im gesamten Turnier gespielt hat oder wie viel Quadratmeter Rasen der Platzwart mähen muss?

Schließlich stand nach knapp zwei Stunden der Weltmeister fest – Frankreich gewann 2:0 gegen Italien. Natürlich ging keine Mannschaft bei unserer mathematischen WM leer aus – wie jedes Jahr gab es für alle weniger erfolgreiche Teams Geodreiecke, die wir Mathematiker immer gut gebrauchen können.

Im Gegensatz zur WM geht der FüMO Wettbewerb aber schon nach den Sommerferien in die nächste Runde: Im Herbst findet wieder der alljährliche FüMO-Vorbereitungsworkshop an der KSL statt. Alle Fünft- und Sechstklässler der anderen katholischen Schulen sind wie immer herzlich dazu eingeladen!

Von Christian Flach (4. Sem.)

 

 

 

 Bericht des 6. Mathecamps der KSL

Wenn ich an diesem einen Donnerstag des Jahres mit meiner Reisetasche in die Schule komme, werde ich jedes Jahr aufs Neue gefragt, was ich wohl vorhabe. Wenn ich dann antworte, dass ich nach dem Unterricht mit ins Mahthecamp fahren werde, sind viele zunächst verwundert. Sätze wie: „Du und Mathe?!“ oder „Machst du das nur um am Freitag schulfrei zu haben?“ hört man dabei nicht selten. Und ja, ich und Mathe passen recht gut zusammen, auch wenn die Schulmathematik um ehrlich zu sein nicht so mein Ding ist. Aber das Mathecamp hat zum Glück nur wenig mit dem Matheunterricht in der Schule zu tun. Und der schulfreie Freitag ist im Übrigen ein netter Nebeneffekt, wobei ich auch ohne diesen dabei wäre.

Nach der 6. Stunde machten wir uns also auf den Weg zum Haus Holon in Tegel. Dort angekommen und die Zimmer bezogen, bastelten wir erst einmal unsere Buttons, bevor es endlich den langersehnten und wie immer sehr leckeren, selbstgemachten Döner gibt.

Gut gestärkt können wir dann mit dem bunt gemischten Abend beginnen. Mit viel Spaß und guter Unterhaltung bastelten wir in altersgemischten Gruppen zum Beispiel Sierpinski-Tetraeder und fraktale Pop-Up-Karten. Nach und nach gingen nach dem Gruppenabend alle in ihre Betten, wenn auch die einen etwas früher und die anderen… nun ja ein wenig später.

Nichtsdestotrotz erschienen alle pünktlich am nächsten Morgen zum Frühstück um anschließend zur ersten Aktivität des Tages zu gehen. Für jede Altersklasse war etwas Individuelles dabei, es gab: „Hilberts Hotel“, „Mathe-Falten & Fraktale knicken“, und „Sphärische Geometrie“, um nur einige Beispiele zu nennen. Nach einer Pause ging es dann auch schon zum zweiten Workshop und nach dem Mittagessen dann zum dritten und letzten an diesem Tag. Es wäre viel zu viel wenn ich jetzt alle Workshops aufzählen würde und das würde sich wahrscheinlich auch keiner so genau durchlesen, also nur ein paar weitere Beispiele für Workshops: „Wie parke ich richtig?“, „Rekursive Programmierung“, „Vollständige Induktion“ und „Spielereien mit Din-Formaten“.

Mittlerweile war es kurz nach 17 Uhr und das bedeutete, dass es höchste Zeit für die beliebte Mathecamp-Rallye war. Dieses Jahr lautete das Thema: blutige, bissige und bösartige Vampire.

Nach einem vampirischen Film und einem kurzem Theaterspiel war die Story schnell klar und die „Vampirjäger“ (die Mathecampteilnehmer bis zur 9. Klasse, inklusive Anna versteht sich ;) ) machten sich auf die Suche nach Schutzmitteln, welche sie vor den Vampiren beschützen können. Um diese zu bekommen mussten sie Knobelaufgaben und mathematische Probleme spielerisch lösen. Auch ein menschliches Vier-gewinnt gilt es zu bestehen. Nachdem die angehenden „Vampierjäger“ auch den Spruch herausfanden, mit dessen Hilfe sie die verwandelten Vampire von dessen Fluch befreien konnten, wurde dieser beim abendlichen „Vampir-Ball“ gemeinsam gesprochen, um die Lehrer und alle anderen Verwandelten wieder zu Menschen zu machen - wobei ich zugeben muss, dass einigen von ihnen die Vampirzähne echt gut standen.

Anschließend fand die - soweit ich weiß - erste Mathecamp-Party statt und ich denke ich kann im Namen fast aller sprechen, dass wir uns freuen würden, dies vierleicht als Tradition weiterzuführen. So ging auch der letzte Abend zu Ende und die jüngeren begaben sich langsam in ihre Zimmer. Manch ältere nutzten den Abend noch um mit Mitschülern und auch Lehrern Karten zu spielen oder auch einfach nur ein wenig zu quatschen. Aber auch die letzten gingen irgendwann schlafen um am nächsten Morgen wieder fit zu sein.

Nach dem Frühstück fanden noch altersindividuelle Workshops statt. Danach hieß es jedoch Sachen packen, aufräumen und langsam Abschied nehmen.

Nach einer abschließenden Auswertung gab es noch ein gemeinsames Mittagsessen und schon war ein tolles und sehr gelungenes Wochenende fast vorbei. Für einige fleißige Helfer und Helferinnen hieß es noch einmal Boden fegen und saugen um das Haus von dem produzierten Dreck zu befreien.

Ich möchte mich hier auch noch einmal bei allen bedanken, die die das diesjährige Mathecamp erst möglich gemacht haben. Das geht besonders an alle Lehrer und ehemaligen Schüler die das ganze organisiert und auch ausgeführt haben, aber auch an das tolle Küchenteam!

Wir freuen uns alle schon auf das 7. Mathecamp nächstes Jahr!

Leah Folgmann

 

Mathematik-Projekte

Mathe- Camp

Seit fünf Jahren machen sich, meist im Februar, ca. 50 mathematisch interessierte Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen zusammen mit Lehrern und ehemaligen Schülern auf den Weg, um im Haus Holon, einem Selbstversorger Haus in Tegel, ein spannendes und abwechslungsreiches Mathe-Wochenende zu verbringen. Vielfältige Workshops in altershomogenen und altersheterogenen Gruppen werden durch Schüler, Studenten und Lehrern angeboten und erlauben einen Einblick in die mathematische Welt jenseits des regulären Schulstoffes (mehr im Schülerbericht: Ansteckende Krankheit an der KSL). Ein Höhepunkt eines jeden Mathe- Camps ist die Mathe- Ralley, die vor allem für die jüngeren Schüler ein ganz besonderes Erlebnis ist. Zudem bieten das gemeinsame Kochen, die gemütlichen Spieleabende und insbesondere die Altersdurchmischung ausreichend Gelegenheiten sich klassen- und jahrgangsübergreifend kennenzulernen, so dass ein ganz besonderes  Gruppengefühl entsteht. Aufgrund der großen Nachfrage müssen die Teilnehmer Bewerbungen anfertigen.


Roboterprojekt

 Die TU – Berlin bietet seit Jahren Schülerinnen und Schülern kostenlos die Möglichkeit, in die Welt der Robotik hinein zu schnuppern. Wir nutzen dies jedes Jahr und gehen entweder  für einen Tag oder  innerhalb der Projektwoche kurz vor den Sommerferien für 5  Tage mit Schülern der Klassen 5 - 9 im Klassenverband oder jahrgangsübergreifend mit Schülern verschiedener Klassen an die TU. Dort erhalten die Schüler  zuerst eine kurze theoretische Einführung in Robotik, bevor selbst Hand angelegt wird. LEGO Roboter müssen gebaut und mit Hilfe von Computern kurze Programme erstellt werden, so dass die Roboter viele kleine Aufgaben lösen können. Die Programmierung bietet einen ersten Einblick ins algorithmische Denken und wer gefallen an der Programmierung gefunden hat, kann dies in Form einer AG an der TU vertiefen. Einige Schüler unserer Schule haben bereits tolle Preise bei der Lego League gewonnen.


Stadt - Land - Mathe: Ein mathematischer Schüleraustausch

Die Idee, eine offizielle mathematische Schulpartnerschaft zwischen dem Mons-Tabor-Gymnasiums in Montabaur und der KSL ins Leben zu rufen, entstand, als anlässlich der Siegerehrung zum Mathekalender einige Schüler aus dem Westerwald und Frau Löhr, die begleitende Lehrerin, bei Familien unserer Schule in Berlin Quartier gefunden hatten. Im darauffolgenden Jahr reiste die erste Gruppe mit 9 Schülern aus dem Westerwald zu uns nach Berlin zu ihren Gastfamilien und zusammen mit den Berliner Schülern erlebten sie vier schöne Tage hier in der Hauptstadt, vollgefüllt mit einem bunten mathematischen Programm: Eine Stadtrallye, Workshops, eine mathematische Stadtführung und die Teilnahme am Tag der Mathematik standen auf dem Programm.   Für den Rückaustausch nach Montabaur wurde die Reisegruppe bereits auf 13 Leute aufgestockt, sodass immer einige "alte" und einige "neue" Austauschpartner in der Gruppe sind. Zielgruppe für diese Fahrt sind besonders motivierte Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis 9. Es ist ein ausführliches Motivationsschreiben und eine Empfehlung der Mathematiklehrkraft erfolderlich.


Ansteckende Krankheit an der KSL !

34 Schüler und 2 Lehrer wurden von den höchst ansteckenden Mathus-Matikus-Viren befallen.

Vor 3 Jahren wurde die Krankheit erstmals entdeckt.

Ihre Symptome sind: eine allergische Reaktion auf liniertes Papier, eine pathologische Freude an der Mathematik, eine gewisse Abhängigkeit vom Taschenrechner und das quälende Gefühl, dass der Mathe-Unterricht nicht genug sei.

Bisher wurde noch keine erfolgversprechende Therapie zur Heilung der Erkrankten entwickelt, sodass die Infektion mit Mathus-Matikus-Viren noch immer als unheilbar gilt.

Als sie zum ersten Mal auftrat, wurde zur Linderung der Qualen der ersten neun Betroffenen die Mathe-AG gegründet.

Doch inzwischen infizierten sich noch zahlreiche weitere Schüler unterschiedlichster Klassenstufen, was darauf schließen lässt, dass es sich bei den Mathus-Matikus-Viren um eine unaufhaltsame Epidemie handelt.

Die Erkrankten steigerten sich gemeinsam immer weiter in ihren Mathe-Wahn hinein, sodass Ende Februar 2009 auch die Mathe-AG nicht mehr ausreichte, um ihrer Mathefreude genügend Raum zu bieten. So wurde beschlossen, die Betroffenen für ein Wochenende zusammen in ein Heim zu schicken und dort mit Mathe-Aufgaben zu versorgen.

Frau Tisch und Herr Lach, die zu diesem Zeitpunkt selbst schon zu den Patienten zu zählen waren, organisierten ein Mathecamp für die 34 Infizierten der 7.-14. ( auch eine Ehemalige kam mit) Klasse  im Zeitraum vom 20. – 22.2.09 im Albertusheim in Berlin- Friedrichshagen.

Am Freitag nach der sechsten Stunde ( für gesunde Menschen wäre die Befreiung vom Unterricht wohl der einzige Grund dafür gewesen, sich ein Wochenende voller Mathematik anzutun, doch die 34 Erkrankten wären auch so mitgekommen) ging es los.

Wir ( auch ich hatte mich (sogar besonders stark) infiziert und gehörte zu den Campteilnehmern ) fuhren mit der BVG zu unserem Bestimmungsort, das heißt zu der unserem Bestimmungsort nächsten Haltestelle, von wo aus wir noch ca. 25 min zu dem besagten Ort laufen mussten.

Endlich angekommen, packten wir unsere Sachen aus und stärkten uns anschließend mit großen Mengen unseres mitgebrachten Kuchens.

Am Abend fand dann ( endlich !!! ) die erste mathematische Einheit statt. Bei dieser wurden wir in altersgemischte Gruppen eingeteilt, in denen wir uns besser kennen lernen und mathematische Knobelaufgaben ( juchuh ! ) lösen sollten. Wie zu erwarten gewesen war, machte es uns Erkrankten riesigen Spaß und erlöste uns von unserem Matheentzug der vergangenen Wochen, in denen wir außer dem regulären Unterricht keine mathematischen Herausforderungen zu bewältigen hatten.

Anschließend verbrachten wir den restlichen Abend damit, gemeinsam Tischtennis oder andere Gesellschaftsspiele zu spielen.

Am nächsten Morgen wurde erst unser Hunger auf Lebensmittel mit einem von dem  aus unseren Reihen stammenden Küchenteam (da wir uns in einem Selbstversorgerhaus befanden, brauchten wir so etwas und die haben das toll gemacht! ) gezauberten Frühstück und dann unser über Nacht wieder neu entstandener Hunger auf Mathematik mit zwei weiteren Einheiten gestillt.

Dieses Mal wurden wir nach dem Alter aufgeteilt und hörten uns je nach dem entweder von Frau Tisch, Herrn Lach oder einem der älteren Schüler Vorträge über verschiedene  Themen der Mathematik, die im Unterricht so nicht behandelt werden, an.

Auch die am Nachmittag und am nächsten Tag folgenden Einheiten waren ähnlich aufgebaut und erfüllten uns Infizierte mit dem schönen Gefühl, sich endlich einmal genügend mit der Mathematik auseinandergesetzt zu haben.

Am Samstag spielten wir außerhalb unserer begeisterten Beschäftigung mit Zahlen, Formeln und geometrischen Figuren wieder Tischtennis, veranstalteten einen Schlag-den-Lach-Wettbewerb mit Spaghettifechten und schauten einen mehr oder weniger mathematischen Film, während wir am Sonntag, nachdem wir freudig die unterschiedlichsten Mathe-Aufgaben gelöst hatten, das Haus putzen, wieder packen und uns schließlich auf den Heimweg machen mussten.

Alles in allem hat dieser Versuch, den am Mathus-Matikus-Virus erkrankten Schülern und Lehrern ihre Beschwerden durch erhöhte Mathematikzufuhr zu lindern, ergeben, dass das Virus auch als Bereicherung gesehen werden kann, da alle Infizierten während des Camps überdurchschnittlich viel Freude empfanden, eine Freude, die ohne den durch das Mathus-Matikus-Virus erhöhten Spaß an der Mathematik nicht existiert hätte.

Also steckt euch an und macht Mathe!!!

Sarah Roth

Mathematik-Wettbewerbe

Die harte Nuss des Monats

In jedem Schulmonat wird eine mathematische Knobelaufgabe für all diejenigen ausgegeben, die sich gerne den Kopf zerbrechen: Die harte Nuss.  Alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 9 können einzeln oder in Zweierteams an diesem Wettbewerb teilnehmen. Am Schluss haben meist nicht die ganz großen Denker die Nase vorne, sondern die, bei denen Cleverness mit einer gehörigen Portion Durchhaltevermögen gepaart ist, denn gewonnen hat, wer am Ende die meisten Punkte im ganzen Schuljahr gesammelt hat. Die Sieger werden jeweils zu Beginn des darauffolgenden Schuljahres mit Medaillen aus vergoldeten Walnüssen und kleinen Knobelspielen ausgezeichnet und bekommen gleich die erste Aufgabe der neuen Runde in die Hand gedrückt.

Betreuer des Wettbewerbs:
Gudrun Tisch und Holger Lach


„Der Digitale Adventskalender“ und  „Mathe im Advent“

Seit vielen Jahren beteiligen sich Schülerinnen und Schüler unserer Schule am  „Digitalen Adventskalender“ (für die Oberstufe) bzw. bei „Mathe im Advent“ (Klassenstufen  4 – 9) – schon häufig mit tollem Erfolg. So ging schon zweimal  der Hauptpreis, ein Laptop, an Schüler der KSL, aber auch viele weitere wertvolle Preise konnten an unsere Schule geholt werden. Auch beim Gruppenwettbewerb von „Mathe im Advent“ stehen immer wieder Klassen der KSL auf den Siegertreppchen.

In fast jeder Klasse der Unter- und Mittelstufe findet sich eine Gruppe für „Mathe im Advent“. Wichtig für vordere Plätze ist, dass sich die Gruppenmitglieder möglichst auf eine Lösung einigen und vor allem, dass alle zuverlässig abschicken. Regelmäßig ausgehängte schulinterne Ranglisten spornen die Kinder an, das nicht zu vergessen. Ein großer, im Foyer ausgehängter Adventskalender liefert jeweils die tagesaktuellen Aufgaben, die dann in der Gruppe  gemeinsam gelöst werden kann.

Für die Teilnahme am „Digitalen Adventskalender“ muss man schon ein bisschen von Mathematik besessen sein. Die ganze Adventszeit hindurch wird das Leben so geplant, dass man pünktlich um 18.00 Uhr vor dem PC sitzt und eines der 24 Türchen öffnet. Danach wird auf Hochtouren versucht die dahinterstehende mathematische Aufgabe zu erfassen, es wird gedacht, gechattet, programmiert, gerechnet, es werden Ideen entwickelt und wieder verworfen und dann - manchmal erst kurz vor Mitternacht – wird eine der 10 Lösungsvorgaben angeklickt und man hofft, keinen Irrweg verfolgt zu haben.

Team "Mathe im Advent 2013"

FüMO – Die Fürther Mathematik-Olympiade

Seit dem Schuljahr 2007/2008 findet die Fürther Mathematikolympiade, die in Süddeutschland fast flächendeckend verbreitet ist, nun auch in Berlin statt. Die Aufgaben (zwei Hausaufgabenrunden mit jeweils drei komplexeren Aufgaben) kommen aus der Zentrale in Fürth, aber die Organisation des Wettbewerbes vor Ort, ein motivierender Workshop für die 5. Klassen zu Beginn des Schuljahres, die Korrekturen und die Ausrichtung der Siegerehrung liegen in den Händen eines Schülerteams  der KSL, das dafür sogar zum „Mathemacher“ von der Deutschen Mathematikervereinigung ausgezeichnet wurde.

Das ist einzigartig in Deutschland, denn überall sonst übernehmen Lehrergruppen diese Aufgabe.

Zum Wettbewerb aufgerufen sind alle Schülerinnen uns Schüler der Klassenstufen 5 bis 8 der katholischen Grundschulen und Gymnasien und einiger ausgewählte Gastschulen.  Es gibt verschiedene Aufgaben für die verschiedenen Klassenstufen . Die Aufgaben der ersten Runde wird in der Regel vor den Herbstferien verteilt, die zweite Runde beginnt dann kurz nach den Winterferien. Bei einer schönen Siegerehrung in der Villa der KSL treffen sich am Schuljahresende alle erfolgreichen Teilnehmer und erhalten Urkunden, Buchgutscheine und kleine Mitmachpreise.

 Siehe auch: Interview Mathemacher


Weitere mathematische Wettbewerbe

Tag der Mathematik

Einmal im Jahr findet, immer abwechselnd an einer der Berliner Universitäten, der „Tag der Mathematik“ statt. Ein Element dieses Tages ist ein Gruppenwettbewerb für die verschiedenen Altersstufen. Die KSL ist regelmäßig mit mehreren Teams an diesem Tag vertreten.

 

Mathematik-Olympiade

Die Schülerinnen und Schüler der KSL haben die Möglichkeit  an der „Mathematik-Olympiade“, die auf Kreisebene vom Herder-Gymnasium ausgerichtet wird, teilzunehmen.

 

Känguru-Wettbewerb

Natürlich darf dieser Mathematik-Wettbewerb im Spektrum des Angebotes unserer Schule nicht fehlen. Fast alle Kinder kennen den Känguru-Wettbewerb schon von der Grundschule und auch an der KSL können wir immer hohe Teilnehmerzahlen aus allen Klassen verzeichnen. 

 K•S•L = 2015 

Schüler/innen der Liebfrauenschule gewinnen Preise beim digitalen Mathe-Adventskalender 2014!

Welche drei positive ganzzahlige Faktoren K, S, L ≠ 1 ergeben als Produkt 2015?

Diese und weitere Aufgaben luden am 23. Januar 2015 auf der Preisverleihung des Mathe-Adventskalenders im Audimax der TU Berlin zum Nachdenken ein. Durch die Verleihung führte Professor Ziegler vom DFG-Forschungszentrum Matheon, zusätzlich gab es musikalische Untermalung durch zwei Musikstudenten.

Unter den knapp 170.000 Teilnehmern des Mathe-Adventskalenders waren – wie auch schon in den Jahren zuvor – wieder viele Schüler/innen der KSL, von denen sechs sogar Preise erzielten:

  • Claudia Rösler (1. Semester) gewann einen sensationellen ersten Preis in der Kategorie „11. – 13. Klasse“ und erhielt, wie könnte es anders sein, einen Taschenrechner.
  • Zudem erreichten Max Sommer, Charlotte Bruderek (7. Klasse), Dominik Jousef, Linnea Zunk und Jakob Hack (9. Klasse) jeweils zweite und dritte Preise in ihren jeweiligen Jahrgangsstufen.

Der digitale Mathe-Adventskalender ist in drei Stufen unterteilt, nämlich 4. bis 6., 7. bis 9. und 10. bis 13. Klasse. Der Kalender motiviert jedes Jahr aufs Neue vom 1. bis zum 24. Dezember zum täglichen Knobeln:

Die Aufgaben des kleinen Kalenders bis zur 9. Klasse sind mit etwas Nachdenken meist gut lösbar und stets liebevoll illustriert. Die Aufgaben des großen Kalenders hingegen sind keineswegs so „langweilig“ und praxisfern wie normale Lehrbuchaufgaben, da sie an echte Probleme angelehnt sind. Da kommt es schon einmal vor, dass man die ein oder andere Nacht in Gesellschaft mathematischer Formeln verbringt, da die Aufgaben jeweils noch am selben Tag bis 24 Uhr gelöst werden müssen.

Für jede richtig gelöste Aufgabe gibt es Punkte, die Sieger werden dann unter den besten Teilnehmern ausgelost.

Übrigens, die Lösung zur Aufgabe im Titel lautet: 5 * 13 * 31 = 2015.

Christian Flach, Ehemaliger

 


 

Image courtesy of "Keerati" / FreeDigitalPhotos.net

Der Unterricht im Fach Mathematik

Die Lehrkräfte: 

Gerriet Adena, Marianne Bruncks, Andreas Buch, Barbara Fischler,
Katharina Forche, Bernhard Köppen, Holger Lach, Peter Lange
Lioba Schulte-Hein, Gudrun Tisch.

 


Mathematik im Schulalltag

Im Fachbereich Mathematik sind an der Katholischen Schule Liebfrauen 10 Kolleginnen und Kollegen tätig. Es ist uns bisher in jedem Jahr gelungen einen und manchmal sogar zwei Leistungskurse in Mathematik einzurichten.
Darüber hinaus wird ein Wahlpflichtkurs in Klasse 9 angeboten.
In der Mittelstufe verwenden wir das Lehrwerk "Elemente der Mathematik", in der Oberstufe werden die an Berliner Schulen üblichen Standardwerke von Bigalke/Köhler eingesetzt.

Mathematik für Interessierte

Die ursprüngliche Idee, mathematisch interessierten Schülern ein Zusatzangebot in Form einer AG zu bieten, hat sich mit der Schulzeitverkürzung und den langen Schultagen als unpraktikabel erwiesen. Um diesen Schülern trotzdem gerecht zu werden, haben sich in den letzten Jahren zahlreiche mathematische Wettbewerbe und Projekte in unserem Schulalltag etabliert und bewährt, über die sie sich im linken oberen Menü informieren können.

Mathematik für Schüler mit Nachholbedarf

Wer mathematische Schwierigkeiten beim Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium hat oder vor der MSA Prüfung einfach noch einmal alle Inhalte der Mittelstufe wiederholen möchte, kann am Mathe-Zirkel teilnehmen. Ein ehemaliger Mathematiklehrer der KSL bietet wöchentlich Förderstunden insbesondere für Schüler der Klassen 7 und 10 an.

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